Kurzfassung: Ein Sondermaschinen-Projekt beginnt mit einer Problemschilderung, keine Zeichnung nötig. TOSOMA übernimmt Konzept, Konstruktion, Fertigung und Inbetriebnahme. Laufzeit: 8–24 Wochen je nach Komplexität.
Wann braucht man eine Sondermaschine?
Eine Sondermaschine wird dann beauftragt, wenn Standardlösungen nicht passen. Das kann an der Geometrie liegen, am Produktionslayout, an einer ungewöhnlichen Aufgabe oder einfach daran, dass kein Hersteller eine Standardmaschine für Ihren Prozess im Programm hat.
Typische Auslöser für einen Sondermaschinen-Auftrag:
- Ein Fertigungsschritt lässt sich mit vorhandenen Mitteln nicht mehr wirtschaftlich erledigen.
- Ein Prozess soll automatisiert werden, die Aufgabe ist zu spezifisch für eine Standardanlage.
- Eine bestehende Anlage ist zu alt und soll nicht 1:1 ersetzt, sondern modernisiert werden.
- Ein neues Produkt erfordert eine neue Montage- oder Prüflinie.
In allen diesen Fällen ist der erste Schritt nicht die Zeichnung, sondern das Gespräch.
Was Sie als Auftraggeber liefern müssen, und was nicht
Viele Betriebe scheuen den Schritt zur Anfrage, weil sie glauben, ein vollständiges Lastenheft mitbringen zu müssen. Das ist falsch. Der Startpunkt ist eine klare Problembeschreibung:
- Was soll die Maschine tun?
- Was ist das Werkstück oder das Produkt?
- Welche Stückzahl oder welcher Takt ist erforderlich?
- Welche Schnittstellen gibt es (vorhandene Anlagen, Gebäude, Medien)?
- Gibt es Besonderheiten: Hygiene, Explosionsschutz, ESD, Reinraum?
Kein Lastenheft? TOSOMA unterstützt Sie auf Wunsch bei der Erstellung des Lastenhefts. Das kostet Zeit, ist aber gut investiert, ein sauberes Lastenheft verhindert teure Nachträge später im Projekt.
Der Projektverlauf im Überblick
Erstgespräch & Konzeptklärung
Sie schildern das Problem. Wir stellen Rückfragen, um den Scope zu verstehen: Funktion, Rahmenbedingungen, Budget, Zeitplan. Am Ende steht eine erste Einschätzung, machbar ja/nein, Größenordnung der Kosten, grober Zeitplan.
Angebot & Lastenheft-Abstimmung
Auf Basis des Erstgesprächs erstellen wir ein verbindliches Angebot mit Festpreis oder Kostenrahmen. Parallel wird das Lastenheft gemeinsam abgestimmt, was genau muss die Maschine leisten, was ist optional.
Konstruktion & Freigabe
TOSOMA konstruiert die Maschine in CAD. Sie erhalten Zeichnungen und 3D-Ansichten zur Freigabe. Änderungswünsche werden in dieser Phase geklärt, nicht nach der Fertigung.
Fertigung & Montage
Alle mechanischen Komponenten werden in-house gefertigt. Zugekaufte Teile (Antriebe, Steuerung, Sensorik) werden integriert. Die Maschine wird im TOSOMA-Werk vorab zusammengebaut und intern getestet.
Abnahme & Inbetriebnahme
Vorabnahme im TOSOMA-Werk möglich (Werksabnahme). Anschließend Transport und Inbetriebnahme beim Kunden, inklusive Einweisung Bedienpersonal und Übergabe der Betriebsdokumentation.
Typische Laufzeiten und Kosten
Sondermaschinen sind Unikate, pauschale Preise gibt es nicht. Trotzdem lassen sich Orientierungswerte nennen:
- Einfache Sondervorrichtungen und Montagehilfen: 10.000–30.000 €, 6–10 Wochen
- Halbautomatische Prüf- oder Montagestationen: 30.000–80.000 €, 10–16 Wochen
- Vollautomatische Förder- und Montageanlagen: 80.000–300.000+ €, 16–24 Wochen
Diese Zahlen dienen nur zur ersten Einschätzung. Was eine Maschine tatsächlich kostet, hängt von Automatisierungsgrad, Steuerungsaufwand, Sicherheitstechnik, Materialien und Schnittstellen ab, nicht von der Größe allein.
Vorsicht vor Festpreisversprechen ohne Lastenheft: Ein Angebot ohne abgestimmtes Lastenheft ist kein Festpreis, es ist ein Schätzwert. Nachträge entstehen fast immer dann, wenn der Scope zu Beginn nicht sauber definiert wurde. Bestehen Sie auf einem schriftlichen Lastenheft vor der Auftragserteilung.
Was TOSOMA von anderen unterscheidet
Der wichtigste Unterschied: TOSOMA macht alles in-house. Konstruktion, CNC-Fertigung aller Mechanikteile, Schweißen, Montage, Inbetriebnahme. Das bedeutet:
- Ein Ansprechpartner vom ersten Gespräch bis zur Inbetriebnahme.
- Kürzere Schnittstellen, kein Wildwuchs aus verschiedenen Zulieferern, die sich gegenseitig die Schuld geben, wenn etwas nicht passt.
- Schnellere Reaktion bei Änderungswünschen, weil Konstruktion und Fertigung direkt kommunizieren.
- Qualitätssicherung nach ISO 9001 über das gesamte Projekt, nicht nur für einzelne Teile.
Wann ist Retrofit die bessere Alternative?
Nicht jedes Problem braucht eine neue Maschine. Wenn eine vorhandene Anlage technisch noch in Ordnung ist, aber steuerungsseitig veraltet, mit abgekündigten Komponenten ausgerüstet oder für neue Anforderungen nicht mehr geeignet ist, dann ist Retrofit oft günstiger als ein Neubau.
TOSOMA übernimmt auch Modernisierungen: neue Steuerung (Siemens S7, Beckhoff), neue Antriebe, neue Sensorik in ein bestehendes mechanisches Grundgerüst. Typische Ersparnis gegenüber Neumaschine: 40–60 %.
Nicht sicher, ob Neubau oder Retrofit? Schildern Sie uns kurz den Zustand der vorhandenen Anlage und was das Problem ist. Wir geben eine ehrliche Einschätzung, ohne Verkaufsinteresse in eine bestimmte Richtung. Mehr zum Thema Retrofit →
Projekt beschreiben, wir sagen Ihnen was machbar ist.
Keine Zeichnung nötig. 2 Sätze zum Problem genügen für eine erste Einschätzung. Antwort in 24 Stunden.